Berliner Hochschulen erhalten Prädikat "Hochschule des Spitzensports"
(Constanze Haase/HU Berlin) Ein Verbund von acht Berliner Hochschulen hat am 30. November 2011 vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) das Prädikat "Hochschule des Spitzensports" erhalten. Die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Freie Universität, die Charité - Universitätsmedizin Berlin, die Beuth Hochschule für Technik, die Hochschule für Gesundheit und Sport, die Hochschule für Wirtschaft und Recht und die Hochschule für Technik und Wirtschaft setzten sich mit ihrer Verbundbewerbung durch und dürfen den Titel nun ein Jahr lang führen. Top-Athleten, die an diesen Einrichtungen studieren, sind u.a. Britta Steffen, Doppel-Olympiasiegerin im Schwimmen, Katrin Mattscherodt, Olympiasiegerin im Eisschnelllauf, Lena Schöneborn, Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampf und Jenny Wolf Olympia-Silbermedaillengewinnerin im Eisschnelllauf.
"Die acht angeschlossenen Hochschulen fördern in vorbildlicher Art und Weise die Duale Karriere von Sportlerinnen und Sportlern. Sie ermöglichen den Athleten eine enge Abstimmung zwischen den Anforderungen des Hochleistungssports und des Studiums und tragen so dazu bei, dass Deutschland in der Weltspitze mithalten kann", sagt DOSB-Präsident Thomas Bach.
Die Humboldt-Universität zu Berlin ist mit aktuell 116 immatrikulierten Spitzensportlern bundesweit die Universität mit der größten Anzahl studierender Spitzensportler. "Es ist erfreulich, dass die Arbeit des ersten in Deutschland existierenden, Verbundsystem Hochschulen - Olympiastützpunkt honoriert wird. Auf diesem Erfolg will sich der Verbund keineswegs ausruhen. Die HU schafft beispielsweise derzeit eine hauptamtliche Stelle zur Optimierung des bestehenden Betreuungs- und Beratungskonzeptes und zur Weiterentwicklung von Rahmenbedingungen für die Koordination von Spitzensport und Hochschule für unsere studierenden Spitzenathleten", sagt Professor Michael Kämper-van den Boogaart, Vizepräsident für Studium und Internationales an der Humboldt-Universität.
Das Berliner Verbundsystem Hochschulen - Olympiastützpunkt, getragen vom Arbeitsausschuss "Spitzensportförderung der Hochschulen im Land Berlin", verbindet den öffentlichen Bildungsauftrag mit der gesellschaftspolitischen Bedeutung des Spitzensports, um den komplexen Weg der Dualen Karriere planend zu unterstützen. Der Hochschulstandort Berlin hat zusammen mit dem Olympiastützpunkt (OSP) Berlin auf der Grundlage des Nationalen Spitzensportkonzeptes zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Vereinbarkeit von Spitzensport und Hochschulstudium zu fördern. Dazu gehören unter anderem:
- Beratung der Athletinnen und Athleten im Vorfeld der Studienplatzbewerbungen
- eine Prüfung der Studienwahl sowie der Eignung der Athletinnen und Athleten
- eine Unterstützung der Bewerbungen der Athletinnen und Athleten (sofern erforderlich) in Fächern mit Zulassungsbeschränkungen
- eine bedarfsbezogene Durchführung von Planungsgesprächen mit den Athletinnen und Athleten und dem OSP
- die Flexibilisierung von Anwesenheitszeiten
- die Individualisierung von Abgabe- und Prüfungsterminen, unter Umständen mit Modifizierungen des Prüfungszeitraumes und der Studiendauer (Teilzeitstudium)
- die Gewährung von Urlaubssemestern, die durch die leistungssportlichen Trainings- und Wettkampfplanungen erforderlich werden
- die individuelle Planung von Praktika und Exkursionsteilnahmen und die Unterstützung bei der Vermittlung von Praktika
30.11.2011 | Pressemitteilung von Constanze Haase (Pressesprecherin des Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin)










